Tank Girl DVD9 Untouched |
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| Beschreibung: Was ist ein Kultfilm? Eines mit Sicherheit nicht: etwas, das allen gefällt. Und Tank Girl ist ein Film von dieser Sorte. Daher kann man es manchem Filmfreund kaum verdenken, wenn er diesen Streifen nach einmaligem Ansehen einfach nur blöd findet und ihn fortan keines Blickes mehr würdigt. Andere hingegen haben sich mit Lachtränen die Bäuche gehalten, denn ihrem Bedürfnis nach deftiger Albernheit wurde volle Genüge getan. Und ich weiß, zu denen gehöre auch ich. 'Tank Girl' ist trashig, albern, witzig und blöd, herrlich blöd. Dass Story und Figuren des Films aus einem Comic stammen, verraten schon die gezeichneten Sequenzen während des Vorspanns. Auch im weiteren Filmverlauf tauchen sie von rockigen Klängen begleitet immer wieder mal auf. Tank Girl ist eine superfreche Rotzgöre mit dem abgefahrensten Trash-Geschmack, den man sich denken kann - sie nennt einen quietschbunt verhohnepipelten Panzer (Tank) ihr eigen (natürlich ist er geklaut), dessen bestes Teil, die Kanone, liebt sie aber ganz besonders. Und sie ist sich total sicher: "Ich gewinne!" Diesen Anspruch reklamiert aber auch Kesslee, der Chef des Water-And-Power Konzerns, für sich - köstlich gespielt von Malcolm McDowell. Der mimt hier einen Ultramacho von einem Filmbösewicht, dem aber absolut viel mehr am Gewinnen liegt, als jedem anderen Menschen einschließlich des Tankgirls. In jener total verkorksten Welt der Zukunft, in der es nicht einmal mehr genug schlichtes Wasser für alle gibt, ist Wasser deshalb das Streitobjekt Nummer 1 geworden und um dieses Lebenselixier scheint sich in dem Film auch alles zu drehen. Aber eigentlich ist das nur die Kulisse für eine aberwitzige und chaotische Story, die ebenso unbekümmert erzählt wird, wie die Hauptheldin in sorgloser Manier jeden guten Geschmack und alle Etikette ultimativ missachtet. Vergiss, dass man keine Mädchen schlägt, denn Rebecca, so heißt das Früchtchen, schlägt ihrer Freundin einfach mal eben ein Auge blau, was soll's. Aber auch die weiteren Helden der Geschichte sind in Punkto Geschmack nicht ganz taktsicher. Wenn ich da an das selbstgemachte Gedicht des Anführers einer blutrünstigen Bande mutierter Kängurus denke, dann bin ich froh, dass ich mir nur dieses eine anhören musste, denn zwischen den Strophen blies der auch noch mitleidlos in sein Saxophon, um seine krude Poesie mit quietschenden Tönen zu untermalen. Lori Petty, die das Tank Girl spielt, bringt die anarchische Göre voll auf den Punkt. Ihre Bewegungen, das Augenrollen, wie sie schon wieder fast mit Stil die Zigarette hält und wie sie ihre definitiv nicht gesellschaftsfähigen Sprüche a la: 'Schlag mich nicht noch mehr, ich werde davon nur noch geiler!' vorträgt, das begeistert. Aber auch Filmbösewicht McDowell hat sichtlich Freude an seiner Rolle. Sein Potential zum Charakterdarsteller kommt dieser abgespacten Figur Kesslee sehr zugute. Man muss ihm einfach alles glauben und ihn dafür von Herzen hassen. Am Ende wird er, der mächtige Water-And-Power Boss, vom Girlie-Panzer mit Bierdosen beschossen und muss, wie sich das bei guten Filmen für einen echten Schlechten gehört, schmachvoll ins Gras beißen. Na ja, eigentlich verliert er erst den Kopf und muss dann Wasser lassen, bis der Tod eintritt - auch ein nicht eben ästhetisches Detail dieses Films. Tank Girl ist eine wirklich gelungene Comic-Verfilmung, die mit vielen skurrilen Einfällen und witzigen Sprüchen so an die 100 Minuten Kurzweil bietet. Das echte Tank Girl des Comics ist zwar noch um einiges trashiger, das heißt, im Film haben wir es bereits mit einer etwas weichgespülten Version zu tun, aber der schräge Charme und die frohsinnliche Natur der Heldin stehen ihr ausgezeichnet und kommen gut an. Etwas von ihrer unverschämten Art, sich ums Verrecken nicht um die Ansprüche der Großen und Mächtigen zu kümmern, kann man sich getrost in eine Ecke seines Herzens schreiben, denn genau hierin liegt wohl die beabsichtigte Hauptwirkung ihres Charakters, der sich um jeden Preis und, wenn es passt, mit den unflätigsten Bemerkungen gewürzt, seine wie auch immer verstandene Freiheit ertrotzt, freilich ohne dabei tatsächlich unanständig zu werden. Und diese Freiheit zeigt sich in krassen Widersprüchen, die ebenso zum Lachen reizen wie zum Nachdenken oder meinetwegen auch zum Kopfschütteln. Denn dass ein junges Mädchen so frei ist, einen Panzer mit deutlich erotischer Hingabe auch zum Schießen zu benutzen, und ebenfalls so frei, ihn dabei in ein knallbuntes Kinder-Dingens mit Gartengrill zu verwandeln, will mir als nicht ganz unoriginell erscheinen. Die feministische Seite des Films möchte ich bei dieser Gelegenheit nicht unerwähnt lassen, ich vermute jedoch, an der Erfindung der Figur des Tank Girls dürften Männer wohl mehr Anteil haben als Frauen. Wie auch immer, wenn Rebecca irgendwo im Film resignierend mit den Augen rollt und angeödet meint: "Männer!", dann kann das nur zu ihrer Rolle und zum Film passen, der trotz aller Originalität nie den Anspruch hatte, eine ernste Botschaft zu verkünden, sondern der schlussendlich nur unterhalten will. Und das gelang ihm sehr gut! |
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| Download: (einem Freund weitersagen) |
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| Sonstiges: THX Freibeuter der Meere & SS-Commando (Silver & Störti)& EselFighters Darsteller: Ice-T, Naomi Watts, Lori Petty, Malcolm McDowell Regisseur: Rachel Talalay Komponist: Graeme Revell Format: Dolby, PAL, Surround Sound Sprache: Französisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1) Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch Region: Region 2 Bildseitenformat: 16:9 FSK: Freigegeben ab 16 Jahren Studio: MGM HOME ENTERTAINMENT GMBH Erscheinungstermin: 15. Juni 2001 Produktionsjahr: 1995 Spieldauer: 98 Minuten DVD9 Untouched |
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