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Raumpatrouille Orion Kult-Kollektion (3 DVDs)

 
Raumpatrouille Orion Kult-Kollektion (3 DVDs)
Typ: DVD-R
Genre: Sci-Fi
Eintragsdatum: 02.05.2009
Sprache:
Eingetragen von: Camelot Release Crew
 
Beschreibung:
Duschköpfe in Position, Bügeleisen auf Volldampf und ab zu den äußersten Raumsektoren -- so begann 1966 die Fernseh-Science-Fiction in Deutschland-West in elegantem Schwarz-Weiss. Und war Kult von der ersten Folge an und brachte es dennoch nur auf sieben Folgen, die in den Studios der Bavaria in München produziert wurden. Ob es die martialischen Sprüche waren, die in der Obersten Raumfahrtbehörde grassierten oder die xenophobe Missachtung galaktischer Fremdlinge, insbesondere jener, die man Frogs nannte, darüber sinniert die zahlreiche Fan-Gemeinde immer noch.
Heute fesseln uns neben der genial imrovisierten Ausstattung und den galaktischen Modetänzen im Starlight-Casino vor allem die Mimen in ihren hautengen Weltraum-Ski-Anzügen, allen voran Dietmar Schönherr alias Cliff Allistair McLane, der erste Antiautoritäre im deutschen Fernsehen und das auch noch als strafversetzter Raumschiff-Kommandant! Wer genau hinschaut, wird denn auch einen herben Generations-Konflikt zwischen den überalterten Amts- und Bedenkenträgern und der jungen Besatzung der Orion entdecken. Nicht zufällig geht es in zahlreichen 08/15-Dialogen darum, wer wann, wo und warum das Sagen hat, also um den Konflikt zwischen (falscher) Autorität und (echter) Kompetenz.
Die Solidargemeinschaft der Orion, zu der von Anfang an auch die heftig grimassierende Geheimdienstlerin (Eva Pflug) gehört, handelt in jeder Folge regelwidrig, nonkonformistisch, einfallsreich und clever. Und obsiegt. Feministinnen, die über die Macho-Anti-Utopie von Folge 5 nicht lachen können, seien auf die praktizierte Gleichberechtigung im 3. Jahrtausend und die supercoole Lydia van Dyke (Charlotte Kerr) verwiesen. Bastler werden mit der Folge 4 Deserteure glücklich, und die echten Fans brauchen alle Sieben immer wieder.
Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen bereits Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von bermorgen. Raumpatrouille Orion. Rücksturz ins Kino bietet ein Wiedersehen mit Cliff McLane (Dietmar Schönherr), Tamara Jagellovsk (Eva Pflug) und jeder Menge entfremdeter Plastikbecher und Bügeleisen. Kult mit Ansage.
Die erstmals 1966 ausgestrahlte siebenteilige Fernsehserie wusste damals die Fernsehmacher mit Traumquoten von an die 44 Prozent zu begeistern. Was in den 60er-Jahren auf das deutsche Fernsehpublikum innovativ und faszinierend wirken musste, landet heute in der gnadenlosen Retroverwurstung mit vorprogrammierten Lachern und unvermeidbarem Lächerlichkeitspotenzial, könnte man meinen. Doch selbst das kinoverwertbare Stückwerk Raumpatrouille Orion. Rücksturz ins Kino konnte dem wunderlichen Charme der Serie nichts anhaben.
Der Film geht schnurstracks von Folge eins ("Angriff aus dem All") über Folge zwei ("Planet außer Kurs") zu Folge sieben ("Invasion") über. Dazwischen wird über den Kunstgriff einer "Sternenschau" verbindendes Material aus diversen anderen Folgen eingefügt und am Ende hat man sogar einen halbwegs funktionierenden Plot. Interessant an Raumpatrouille Orion. Rücksturz ins Kino ist aber nun wirklich nicht die Handlung. Es sind vielmehr die grotesk anmutenden Tanzeinlagen, die respektlosen Improvisationen der Ausstattung und der kongeniale Soundtrack von Peter Thomas. Sicherlich kann man geteilter Meinung sein über die Entscheidung Elke Heidenreich als Sternenschausprecherin Helma Krap mit Bienenkorbfrisur in Positur zu rücken, dem Fan wird es ohnehin schwer fallen, die Verhackstückung seiner Lieblinge in konsumentengerechten Häppchen vorgeführt zu bekommen.
Für alle anderen jedoch, die mal sehen wollen wie das so war, damals, als man im muffigen 60er-Jahre-Deutschland auch mal visionär sein wollte, die bekommen einen ausgesprochen aufschlussreichen Einblick in eine der unterhaltsamsten Episoden deutscher Fernsehgeschichte. Und der von Peter Thomas eigenhändig neu digital abgemischte Soundtrack ist nun wirklich Kult.
Diese DVDs überzeugen durch die Spitzenqualität des Schwarzweiß-Bilds. Künstlerisch unschätzbar. Besonders die Brücke der Orion mit den aufwändigen und damals völlig neuartigen Accuplan (Transparentkunststoff) Aufbauten, sowie das Ambiente des Starlight-Casinos. Hier schlägt Orion Vergleichsserien wie Star Trek um Längen! Und dann noch diese Filmmusik!! Da kann man nur ins Schwärmen geraten! 80 Prozent aller Dialoge werden geschrien - was Dietmar Schönherr, Wolfgang Völz, und alle anderen hier bieten, ist vom allerfeinsten! Deutsche Filmkunst wird hier springlebendig - Raumpatrouille Orion ist eine deutsche SF-Serie, die niemals Staub ansetzen wird!
Als Kind war es mir unbegreiflich, dass es nur sieben Folgen der Serie geben sollte, jetzt hat man einen Kinofilm mit neu gedrehten Szenen (Elke Heidenreich, Sternenschau) produziert und zollt der alten Serie mit dieser Kult-Kollektion Respekt. Das Bonusmaterial (u.a. englischer(!) Kinotrailer, englische Untertitel für den Film, Interviews) ist teilweise zum Schießen komisch, nicht allzu informativ, aber von künstlerischem bzw. nostalgischem Wert. Das einzige, was neben einem echten Making of fehlt, sind eigentlich Audiokommentare.
Persönlich würde ich (dem, der noch keine DVDs besitzt) diese 3-DVD-Edition empfehlen, da man hier alles zusammen hat und besonders auch auf DVD-3 mit dem Kinofilm noch einiges Bonusmaterial (ca. 30 Min.) zu finden ist, z.B. noch eine Diashow zu Trickarbeiten, einige Musikvideos, sowie eine Doku zur Premiere des Kinofilms 2003. Der Kinofilm selbst ist jedoch mehr ein Gag, nicht allzu überzeugend geschnitten, aber durchaus geeignet, um auch ein jüngeres Publikum an die Serie heranzuführen. Was man auf gar keinen Fall tun sollte, ist, sich zuerst die 7 Folgen ansehen, dann den Film. Am besten beides in größeren zeitlichen Abständen. Im Prinzip ist der 90-Minuten-Film ein Bonus!
 
 
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Sonstiges:
Freibeuter der Meere

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SS-Commando (Silver & Störti)

&

John Morris

&

Blackbeard

Darsteller: Dietmar Schönherr, Eva Pflug, Wolfgang Völz
Regisseur(e): Dr. Michael Braun, Theo Mezger
Komponist: Peter Thomas
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 4:3
Anzahl Disks: 3
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Euro Video
DVD-Erscheinungstermin: 15. Dezember 2005
Produktionsjahr: 1966
Spieldauer: 507 Minuten

DVD Features: ca. 30 Minuten Bonusmaterial, PC-Game, Trailer, Screensaver u.m.

3 DVD9 Untouched


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