Home of the Brave |
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| Beschreibung: Für Trucklenkerin Vanessa, den Sanitäter Will, Sergeant Tommy und den Schützen William ist der Irak-Einsatz in zwei Wochen zu Ende. Kurz zuvor jedoch gerät ihr Konvoi in einen Hinterhalt, der für jeden einzelnen ein persönliches Kriegstrauma bereit hält. Zurück daheim fällt die Eingliederung schwer: Vanessa kann nach dem Verlust ihrer Hand keinen Sport mehr unterrichten, Will beginnt zu trinken, Tommy fühlt sich für den Tod eines Freundes verantwortlich, und William greift am falschen Ort wieder zur Waffe. Es gibt einige Antikriegsfilme, die sich zumeist jedoch in ausgeweiteten Schlachtengemälden ergehen. "Home of the Brave" spielt jedoch nur in den ersten 20 Minuten im Irak. Danach befindet man sich in den USA und erlebt anhand von vier Einzelbeispielen, wie der Krieg die Soldaten verändert hat. Natürlich wird nicht ein jeder Soldat dieselben Probleme haben, aber es ist doch exemplarisch, dass viele Soldaten mit der einen oder anderen Form eines Traumas nach Hause kommen und Schwierigkeiten haben, sich wieder an das normale Leben zu gewöhnen. Was "Home of the Brave" schafft, ist dem Zuschauer deutlich zu machen, dass unser Alltag und all unsere kleinlichen Probleme verblassen, wenn man mitansehen musste, wie der beste Freund erschossen wird, um sein Leben bangen musste oder verletzt wurde. Der Krieg hat für diese Menschen das Leben in eine neue Perspektive versetzt - und der Film versucht dies, dem Publikum begreiflich zu machen. Mitunter mag er vielleicht etwas zu sehr an dramatisierten Klischees vorbeischiffen, aber wenn Momente kommen, die vielleicht im Skript noch etwas besser hätten ausgearbeitet werden können, dann werden diese von den hervorragenden Schauspielern gerettet. Fazit: Sehenswertes Drama, das schafft, was vielen Filmen abgeht: es präsentiert neue Perspektiven 70 Meilen südlich von Bagdad gerät ein Militärkonvoi mit medizinischen Hilfsgütern in einen Hinterhalt. Das Schicksal vier Überlebender und die Verarbeitung ihrer Traumata nach Rückkehr in den amerikanischen Alltag stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Jeder von ihnen wird am Ende auf seine Weise mit den grauenvollen Erinnerungen fertig werden müssen - und dies bedeutet nicht zwangsweise ein Happy End. Angesichts vieler ungleich banalerer US-Filme, die mal mehr mal weniger im Gefolge der sicheren Blockbuster die hiesigen Leinwände überschwemmen, muss man zum wiederholten Male die Frage stellen, weshalb es dieser Streifen trotz bereits gestarteter Marketingkampagne letztendlich nur zur DVD-Premiere gebracht hat. Gut, Irwin Winkler war mit dem Großteil seines meist kritischen und unbequemen Schaffens als Regisseur - darunter die beiden DeNiro Schmuckstücke SCHULDIG BEI VERDACHT und NIGHT AND THE CITY - nie der Garant für Kassenschlager. Dennoch darf es mit Blick auf die brisant-aktuelle Story und die namhafte Besetzung einigermaßen verwundern. Der Film beginnt mitten im Krisengebiet und führt in knapper, aber prägnanter Weise die Hauptcharaktere ein: Militärarzt Marsh (Jackson), der die Hilfsmission in stoischer Routine der letzten Einsatztage begleitet. Die schützend flankierenden Marines, darunter der smarte Tommy (Presley) und der coole Jamal (Aiken), die im folgenden heftigen Gefecht verwundet werden und hilflos den Tod der Kameraden mitansehen müssen. Und schließlich Wartungsoffizier Price (Biel), die bei der Explosion des von ihr gesteuerten LKW nicht nur ihren Teamgefährten, sondern auch die rechte Hand verliert. Nach diesem adrenalintreibenden Auftakt, der in Inszenierung und Drastik vergleichbaren Spektakeln wie BLACK HAWK DOWN in nichts nachsteht, erfolgt der Schauplatzwechsel nach Spokane, Washington. Trotz herzlichem Empfang ihrer jeweiligen Familien fällt es jedem der Hauptprotagonisten schwer, in den - im Vergleich zum gerade Erlebten - von profanen Problemchen belasteten Alltag zurückzufinden. Am bemerkenswertesten vermittelt dies der wie gewohnt eine kraftstrotzende Performance abliefernde Samuel L. Jackson allein durch Blicke in der Szene des Willkommensbarbecues, wenn er den Familientratsch, u.a. über das Aufstellen einer Ampel, verfolgt. Der Niedergang seines Charakters und die schließlich als einziger Ausweg erscheinende Therapie, in der die Handlung während der Schilderung von Marshs Trauma kurzzeitig nochmals zum Kriegsszenario zurückkehrt, hält die Spannung und das Interesse des Zuschauers aufrecht. Denn natürlich schafft es das Drehbuch nicht, alle genrebedingten Klischees zu umschiffen, wobei Hauptkritikpunkt sicherlich die manchmal allzu sentimental die eigentlich für sich sprechenden Bilder zukleisternde Musik ist. Jessica Biel dürfte mit diesem Werk hoffentlich den letzten Zweifler, der sie nach ihren Auftritten in BLADE: TRINITY und dem grandios gescheiterten STEALTH - UNTER DEM RADAR als niedlich anzuschauendes, durchtrainiertes Power-Babe abgestempelt hat, von ihrem darstellerischen Talent überzeugen. Kann sie sich diesmal nicht auf ihr zweifellos makelloses Äußeres verlassen, verkörpert sie den verstümmelten und selbstzweifelnden Charakter der Vanessa äußerst anrührend und mutig unglamourös. Dies lässt einen auch wohlwollend über die zu beliebig eingefügte und beinahe unglaubwürdige Liebesgeschichte hinwegsehen. Neben Jackson und Biel fallen der hierzulande recht unbekannte Brian Presley und Gangsta-Rapper 50 Cent - gewohnt unsympathisch, aber passend - zwar etwas ab, dennoch muss man beider Leistungen Respekt zollen und den Punktabzug auf ihre oberflächlicher und klischeehafter ausgestalteten Rollenprofile zurückführen. Unbedingt eine Erwähnung wert ist Victoria Rowell (DUMM UND DÜMMER, TV-Serie DIAGNOSE: MORD) als Marshs treue und in Anbetracht seines selbstzerstörerischen Verhaltens machtlose Ehefrau, die ihren Mann durch Kleinigkeiten wie selbst verursachte Reparaturen zu beschäftigen sucht. Nach der hier demonstrierten Palette an Emotionen möchte man von der bildschönen Ex-Tänzerin mehr sehen. Wurde uns die große Leinwand leider verwehrt, ist der DVD-Release Anlass genug, nach realitätsfernen Actionern kurz in der harten Wirklichkeit, die der Mehrzahl der Zuschauer als direkte Erfahrung gottlob erspart bleiben dürfte, zu verweilen. |
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| Download: (einem Freund weitersagen) |
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| Sonstiges: DVD-Rip AC3 5.1 Dolby Digital XviD SOURCE: KAUF DVD ( THX EASTMAN ) ENCODER: EAstman Darsteller: Samuel L. Jackson, Jessica Biel, 50 Cent Regisseur(e): Irwin Winkler Komponist: Stephen Endelman Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Farbe Sprache: Deutsch Region: Region 2 Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1 Anzahl Disks: 1 FSK: Freigegeben ab 16 Jahren Studio: Rough Trade Distribution GmbH Erscheinungstermin: 2. August 2007 Produktionsjahr: 2006 Spieldauer: 102 Minuten |
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