Ein Haufen toller Hunde |
||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|
|||||||||||||||||||||||||
| Beschreibung: The Hill versetzt den Zuschauer in eine Männergesellschaft, in der eine Disziplin herrscht, die dem gesunden Menschenverstand widerspricht. Der Gipfel eines menschenverachtenden Drills ist der im Lager aufgeschüttete 10 Meter hohe Sandhügel, den Roberts und seine Zellengenossen unter sengender Sonne bis zur Bewusstlosigkeit auf- und wieder absteigen müssen, im Laufschritt und mit Marschgepäck.
Lumet eröffnet einen distanzierten Blick auf das Militär und seine Strukturen, die Sadismus und Rassismus begünstigen. Dabei verzichtet der Regisseur auf eine emotional aufgeladene Anklage. Der Film bleibt sachlich und ist dennoch ein packendes Drama. Durch die beeindruckenden Leistungen der Schauspieler entfaltet sich eine Dynamik in der Gruppe der fünf Zelleninsassen, die ebenso spannend ist, wie der Konflikt zwischen dem humaneren Unteroffizier Harris (Ian Bannen) und dem leitenden Unteroffizier Wilson (Harry Andrews). Auch fasziniert die ausgeklügelte Kameraarbeit von Oswald Morris, der mit 360° Fahrten und mit Aufnahmen gegen die Sonne beeindruckt. Es war kein Zufall, dass sich Sean Connery Mitte der 60er, als der Höhepunkt des James-Bond-Kults erreicht war, entschied in Sidney Lumets 'Ein Haufen toller Hunde' (The Hill) mitzuwirken. Ein Film, der sich deutlich von den James-Bond-Abenteuern absetzte, in denen der schottische Schauspieler als Playboy-Agent in Erscheinung getreten ist. Im Gegensatz zum fast zeitgleich gestarteten Bondspektakel 'Feuerball' (Thunderball, 1965), hat dieser Schwarz/Weiß-Film nur einen Handlungsort, ist nicht in CinemaScope gedreht, hat keine Filmmusik und besitzt lediglich eine Monotonspur. Connery versuchte in der Rolle des zum Panzermann degradierten Roberts, der in einem britischen Militärstraflager irgendwo in Nordafrika während des Zweiten Weltkriegs wegen Befehlsverweigerung interniert wird, erstmals gezielt sein Bond-Image abzustreifen. Bemerkenswert an The Hill ist, dass gerade Strukturen in der britischen Armee zur Zeit des Zweiten Weltkriegs hinterfragt werden. Selten wurde in einem Film, der in jenem Krieg angesiedelt ist, in dem die Grenze zwischen Gut und Böse so deutlich gezogen werden konnte, der Ruhm einer alliierten Armee relativiert. The Hill ist kein Anti-Kriegsfilm, kann aber als ein frühes Beispiel eines Anti-Militärfilm gelten. Somit ist er ein Vorgänger von Filmen wie Full Metal Jacket (1987) oder Tigerland (2000), die jenseits eines Schlachtengetümmels Militärstrukturen hinterfragen. |
||||||||||||||||||||||||||
| Download: (einem Freund weitersagen) |
||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||
| Sonstiges: Ein Haufen toller Hunde (1965) (The Hill aka Hügel der verlorenen Männer)
Regie: Sidney Lumet Buch: Ray Digby, R.S. Allen Kamera: Oswald Morris Musik: (keine) Darsteller: Sean Connery, Ian Hendry, Ossie Davis, Ian Bannen, Alfred Lynch, Roy Kinnear, Harry Andrews, Michael Redgrave, Jack Watson. Video: XviD, 1700kbps 23.976fps, Format 640x352 s/w, Laufzeit 2:03:13, 2x700MB DVDrip Audio1: Englisch (Original), MP3 80kbps 1ch CBR 48kHz Audio2: Deutsch (Synchronisiert), MP3 64kbps 1ch CBR 48kHz 23.976fps Delay 0ms, extra Datei |
||||||||||||||||||||||||||

